„Bürgerschaftliches Engagement. In Zukunft ohne Jugendliche?“

Datum: 21.02.2019  |  Alle Einträge zum Thema

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion.

Junge Union bei Diskussion der Hennefer Kolpingsfamilie

Mit dieser provokanten These hat die „Kolpingsfamilie Hennef“ zu einem Austauschforum eingeladen, um mit verschiedenen jungen Vertretern zu diskutieren. Auf dem Podium saßen der Schülersprecher des Gymnasiums, Torge Kruse, der Diakon der Pfarrgemeinde Sankt Simon und Judas, Hendrik Land, von der Kolping Jugend des Diözesanverbands Köln, Wiebke Harwardt, der Vorsitzende der Jusos Rhein-Sieg, Mario Dahm, und für die Junge Union Hennef der Vorsitzende Christoph Laudan.

Nach den Eingangsstatements wurde schnell deutlich, dass die These vor allem auf die kirchlichen Jugendorganisationen zu trifft und diese in einigen Gemeinden massive Nachwuchsprobleme haben, während die Schülervertretung am Gymnasium oder die Junge Union Hennef bisher keine Nachwuchssorgen haben.

Wie man ein Umfeld schafft, dass Jugendliche nicht abschreckt, sondern einladend wirkt und zu ihrer Lebenswirklichkeit passt, gab Christoph Laudan einige Beispiele. So laufe ein Großteil der Kommunikation innerhalb der Jungen Union über Whattsapp, werden Termine transparent über Doodle-Umfrage gefunden und finde der Kontakt über die sozialen Medien inzwischen v.a. über Instagram statt, nachdem Facebook mehr die Elterngeneration anspreche. Durch das Vorbereiten von Veranstaltungen wie dem Ferienprogramm, können Jugendliche Verantwortung übernehmen, die ihnen eventuell zuvor vom Elternhaus oder der Schule nicht zugetraut wurde. Und durch das Einbringen von Ideen und die Mitarbeit an Anträgen, die schließlich über die CDU-Fraktion an den Rat gestellt werden, können konkrete Einflussmöglichkeiten auf Verbesserungen im eigenen Umfeld geschaffen werden. Zu den Erfolgen der vergangenen Jahre zählen für die JU zum Beispiel die Einrichtung der ersten Hennefer Fahrradstraße, der Taschengeldbörse und der gerade fertig gestellte Bau der WC-Anlage im Jugendpark, die auch jungen Mitgliedern zeigen, dass man nicht erst jahrelang Politik machen müsse, um etwas zu bewegen.

Das Bedürfnis sich zu engagieren stecke in jedem Jugendlichen, auch unabhängig davon, ob man aus einer Familie komme, in der ehrenamtliches Engagement vorgelebt werde, nur werde dieses Bedürfnis unterschiedlich ausgelebt, so Torge Kruse. Für Wiebke Harwardt steht der Gedanke anderen Menschen auf verschiedensten Wegen zu helfen im Vordergrund. Da sie in ihrem Leben diese Hilfe auch durch kirchliche Organisationen erhalten habe, sei eine besondere Verbundenheit entstanden.

Um Jugendliche für eine Mitarbeit in der jeweiligen Organisation zu gewinnen, ist ein persönliches Gespräch die beste Möglichkeit. Hierin waren sich die Diskussionsteilnehmer einig. Dass es der Jungen Union mit dem Motto „50% Spaß – 50 % Politik“ und Aktionen vom gemeinsamen Grillen, Bowling und Lasertag, bis zu Spendensammlungen z.B. für die Tafel und der Mitarbeit in der Fraktion leichter fällt neue Mitglieder zu gewinnen, als katholischen Organisationen, liege an der höheren Schwelle, die das Erscheinungsbild der katholischen Kirche derzeit und die Kirchenzugehörigkeit an sich, für Jugendliche darstelle.

Nach engagierten Statements aus dem Publikum zu kirchlichen Themen wie der kath. Sexuallehre gab es schließlich das Angebot von der Kolpingsfamilie eine eigene Veranstaltung zum Thema Jugend und Kirche auf die Beine zu stellen.


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