JU-Hennef besucht Versuchsgut für organischen Landbau

Datum: 08.11.2018  |  Alle Einträge zum Thema

Junge Union besucht das Wiesengut

Planwagenfahrt vorbei an Äckern und Wiesen

Limousin-Rind im Stall

Das Wiesengut noch ohne umliegende Bebauung

Mit dem Planwagen vorbei an Winterroggen und Ölrettich

In den Herbstferien besichtigte die Junge Union Hennef (JU) das „Wiesengut“, ein staatliches Versuchsgut für organischen Landbau in Hennef. Es gehört zur landwirtschaftlichen Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, genauer zum Institut für Nutzpflanzen, Ressourcenschutz, Agrarökologie und organischen Landbau.

In der Siegaue gelegen, umfasst das Gut eine Betriebsfläche von etwa 80 Hektar, die neben 60 Hektar Ackerland auch 20 Hektar Grünland umfasst. Entlang dieser Fläche ging es während einer Fahrt mit dem Planwagen. Die Strecke führte vorbei an Feldhecken, Wildkrautstreifen und Weiden. An verschiedenen Stationen wurde ein Halt eingelegt, um die Besonderheiten des ökologischen Landbaus hautnah zu zeigen. Neben den Ackerflächen, die zum Beispiel für den Anbau von Hafer, Kartoffeln und der Ackerbohne genutzt werden, gibt es zahlreiche Versuchsflächen, wo beispielsweise Arzneipflanzen wie Calendula angebaut werden. Aufgrund der hohen Biodiversität bietet die Landschaft einen Lebensraum für zahlreiche Organismen. Mit etwas Glück konnten die Teilnehmer einen Feldhasen entdecken. Auch die Goldammer nutzt die Flächen als Revier, denn Büsche und Hecken bieten ihr eine ideale Brutstätte und Acker- sowie Grünland dienen ihrer Ernährung.

Nach der Rundfahrt ging es in die Ställe der Mutterkühe und Jungbullen, welche nur durch die eigenen Weideflächen und mit selbst angebauten Feldfrüchten ernährt werden. Das Wiesengut vertreibt das Fleisch der französischen Limousin-Rinder, sowie Getreide und Kartoffeln nicht nur an überregionale Erzeugergemeinschaften wie Bioland, Lebensmitteleinzelhändler und Gastronomen, sondern bietet auch einen Verkauf ab Hof an.

In seiner anschließenden Präsentation referierte der Betriebsleiter Dr. Martin Berg über Aufgaben landwirtschaftlicher Betriebe, aktuelle Themen wie Insektensterben und die Auswirkungen der diesjährigen langen Trockenheit. Berg verglich konventionellen und ökologischen Anbau, wobei deutlich wurde, mit welchen großen Herausforderungen die biologische Landwirtschaft zu kämpfen hat, aber auch wie sie sich positiv auf die Umwelt und Produktqualität auswirkt.

Neben den Hauptaufgaben der Forschung und Lehre, bildet auch die Information der Bevölkerung einen wichtigen Bestandteil der Arbeit des Wiesenguts. „Wir wollen das Interesse für ökologische Landwirtschaft wecken und stärken und die Menschen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt sensibilisieren“, erklärt Dr. Berg. Bei der JU ist ihm dies gelungen: „Wir haben einen tiefen Einblick in die Herausforderungen und Chancen biologischer Landwirtschaft erhalten und sind uns einig, dass gerade in Zeiten des Klimawandels deren Bedeutung und Förderung zunehmen muss“, so die Geschäftsführerin der JU-Hennef, Katharina Wallau.

Von: Katharina Wallau
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